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    Dokumentation

    Grundlagen zu Punktwolken

    Eine einsteigerfreundliche Einführung in Punktwolken: was sie sind, wie sie erfasst werden und wie Sie in SkyGIS damit arbeiten.

    Was ist eine Punktwolke?

    Eine Punktwolke ist eine Menge von Datenpunkten im dreidimensionalen Raum. Jeder Punkt hat X-, Y- und Z-Koordinaten und kann weitere Attribute wie Farbe (RGB), Intensität, Klassifizierung oder Zeitstempel enthalten. Zusammen ergeben Millionen oder Milliarden solcher Punkte ein detailliertes 3D-Abbild der realen Umgebung.

    Wie werden Punktwolken erfasst?

    Terrestrisches Laserscanning (TLS)

    Ein Scanner auf einem Stativ dreht sich und sendet Laserimpulse aus, die von den umliegenden Oberflächen reflektiert werden. Aus der Laufzeit berechnet der Scanner die Entfernungen und baut so ein dichtes 3D-Modell der Umgebung auf. Typische Auflösung: 1–5 mm Punktabstand.

    Mobiles Laserscanning (MLS)

    Scanner auf Fahrzeugen, Rucksäcken oder Handgeräten erfassen die Daten in der Bewegung. Die Punktdichte ist geringer als bei TLS, dafür werden große Gebiete schnell abgedeckt. Ideal für linienhafte Objekte wie Straßen, Bahnstrecken und Tunnel.

    Airborne Laserscanning (ALS)

    LiDAR-Sensoren an Flugzeugen oder Drohnen erfassen Gelände und Oberflächen von oben. Die Punktdichte ist geringer als bei bodengestützten Verfahren, dafür lassen sich sehr große Gebiete effizient abdecken. Unverzichtbar für die topografische Kartierung und die Forstwirtschaft.

    UAV-Laserscanning (ULS)

    Drohnengestütztes LiDAR verbindet die Flexibilität von UAVs mit der Präzision des Laserscannings. Ideal für schwer zugängliche Bereiche, Baustellen und mittelgroße Vermessungen, bei denen bemannte Flugzeuge nicht praktikabel sind.

    SLAM (Simultaneous Localization and Mapping)

    Hand- oder am Körper getragene Scanner, die eine Karte der Umgebung erstellen und gleichzeitig die Position des Sensors verfolgen. Schnelle Erfassung von Innenräumen, Fluren und komplexen Umgebungen.

    Photogrammetrie

    Punktwolken, die mit Structure-from-Motion-Algorithmen aus überlappenden Fotos erzeugt werden. Geringere Genauigkeit als LiDAR, dafür mit handelsüblichen Kameras oder Drohnen möglich.

    Wichtige Attribute

    • Position (XYZ) – Die grundlegende Raumkoordinate jedes Punkts
    • Intensität – Stärke des zurückgestreuten Lasersignals, nützlich zur Materialbestimmung
    • Farbe (RGB) – Echtfarben aus Fotos oder Scannerkameras
    • Klassifizierung – Klassen wie Boden, Vegetation, Gebäude, Rauschen (nach ASPRS-Standard)
    • Echonummer – Bei Multi-Echo-LiDAR: erstes Echo (Kronendach), letztes Echo (Boden)
    • Zeitstempel – Zeitpunkt der Erfassung eines Punkts, ermöglicht die Rekonstruktion der Trajektorie
    • Source-ID – Gibt an, welcher Scanner oder welche Scanposition den Punkt erzeugt hat
    • Scanwinkel – Winkel des Laserstrahls zum Nadir im Moment der Erfassung

    Mit Punktwolken in SkyGIS arbeiten

    Upload und Vorbereitung

    Laden Sie Ihre Punktwolken-Dateien (E57, LAS, TXT) hoch. SkyGIS indiziert sie automatisch für das Streaming. Eine Vorverarbeitung am Desktop ist nicht nötig. Dateien jeder Größe werden unterstützt, vom kleinen Raumscan bis zur Befliegung einer ganzen Stadt.

    Verarbeitung

    In SkyGIS führen Sie Verarbeitungs-Workflows aus, die gezielt Informationen aus Punktwolken gewinnen. Typische Arbeitsschritte sind die Bodenklassifizierung, das Ausdünnen von Punktwolken und der Export in andere Datenformate.

    Visualisierung

    Navigieren Sie in Echtzeit durch Ihre Punktwolke. SkyGIS rendert progressiv mit Level of Detail und bleibt so unabhängig von der Datensatzgröße flüssig. Färben Sie Punkte nach RGB, Intensität, Klassifizierung oder Höhe ein.

    Messung

    Messen Sie Strecken, Flächen und Winkel direkt in der Punktwolke. Für mehr Genauigkeit rasten alle Messungen auf dem nächstgelegenen Punkt ein.

    Analyse

    Die SkyGIS-Plattform bietet eine Reihe von Analysewerkzeugen für die Auswertung von Punktwolken. Dazu gehören die Abweichungsanalyse gegenüber Ebenen oder Flächen, die Volumenberechnung von Haufwerken und die Änderungserkennung durch den Vergleich zweier Punktwolken desselben Bereichs.

    Typische Dateigrößen

    Raumscan (TLS): 50–500 MB · Gebäude (TLS): 1–10 GB · Straßentrasse (MLS): 10–100 GB · Stadtteil (ALS): 50–500 GB

    SkyGIS verarbeitet all diese Größen mit demselben Streaming-Ansatz, lokale Downloads sind nicht nötig.