Schichtdicke und Oberfläche prüfen

    Eine Differenzkarte zeigt, wo die Ist-Oberfläche über oder unter der Planung liegt. Die Konformitätsprüfung macht daraus eine klare Bewertung gegen einen von Ihnen gesetzten Sollwert: Übereinstimmung mit einer Fläche, eine konstante Dicke oder die Dicke zwischen zwei Planungsflächen. Sie legen fest, wie viel Material zu wenig oder zu viel sein darf und wie viel Fehlfläche die Prüfung zulässt.

    Demo vereinbaren
    Sollvorgaben
    Oberflächenübereinstimmung, konstante Dicke, zwei Planungsflächen
    Toleranzen
    Getrennte Grenzwerte für Minus und Plus
    Läuft in
    Abweichungs- oder Oberflächendifferenzanalyse

    Die passende Dickenvorgabe wählen

    Die Vorgabe bestimmt, welche Frage die Prüfung beantwortet. Welche Vorgaben Sie nutzen können, hängt von der Analyse ab, in der die Prüfung läuft.

    • Abweichung und Oberflächendifferenz

      Oberflächenübereinstimmung

      Die gemessene Oberfläche soll auf der Referenzfläche liegen. Das passt, wenn die Planung eine Höhe vorgibt und keine Dicke, etwa beim Planum oder bei einer fertigen Oberfläche.

    • Abweichung und Oberflächendifferenz

      Konstante Dicke

      Die gemessene Oberfläche soll um eine feste Dicke von der Referenz entfernt liegen. Das passt, wenn die Leistungsbeschreibung eine einzige Dicke für die gesamte Schicht vorgibt.

    • Nur Oberflächendifferenz

      Zwei Planungsflächen

      Die Solldicke ändert sich und ergibt sich aus dem Abstand zweier Planungsflächen, zum Beispiel Ober- und Unterseite einer Schicht. Die Abweichungsanalyse hat bereits eine Referenzfläche, deshalb gibt es diese Option nur bei der Oberflächendifferenz.

    Minus- und Plustoleranz und der Grenzwert für Fehlflächen

    Zu wenig Material und zu viel sind selten gleich schlimm. Eine zu dünne Tragschicht schwächt den Oberbau, ein paar Millimeter mehr kosten vor allem Material. Deshalb arbeitet die Prüfung mit zwei Toleranzen: wie weit die Schicht unter dem Sollwert liegen darf und wie weit darüber.

    Angenommen, eine Frostschutzschicht ist mit 150 mm vorgegeben, zulässig sind 15 mm Minus und 25 mm Plus. Alles von 135 mm bis 175 mm liegt dann innerhalb der Toleranz. Der Grenzwert für Fehlflächen legt fest, wie viel der gemessenen Fläche außerhalb dieses Bereichs liegen darf, bevor die Prüfung als nicht bestanden gilt. So vereinbaren Sie vorab, wie viele örtliche Fehlstellen akzeptabel sind, statt hinterher darüber zu streiten.

    Prüfung der Punktwolke gegen die Referenzfläche mit Ergebnissen je Station.
    Prüfung der Punktwolke gegen die Referenzfläche mit Ergebnissen je Station. Daten: Eply Kft.

    Eine Schichtdickenprüfung durchführen

    1. Vergleich starten

      Öffnen Sie eine Oberflächendifferenz- oder Abweichungsanalyse, wählen Sie die gemessenen Daten und die Referenz aus und legen Sie fest, nach welcher Methode die Vermessung für den Vergleich reduziert wird.

    2. Vorgabe festlegen

      Schalten Sie die Vorgabe ein, wählen Sie Übereinstimmung oder Dicke und tragen Sie Minus- und Plustoleranz sowie den Grenzwert für Fehlflächen ein.

    3. Bewertung samt Nachweis lesen

      Die Bewertung steht direkt neben den verwendeten Kriterien, der gemessenen Abdeckung und der Differenzkarte. Bereiche außerhalb der Toleranz zeigen Ihnen, wo Sie als Nächstes hinschauen sollten.

    Fragen

    Was bringt eine Schichtdickenprüfung dem Team auf der Baustelle?

    Eine Bewertung gegen einen von Ihnen gesetzten Sollwert, nicht nur eine Farbkarte. Sie legen fest, wie viel Material zu wenig oder zu viel sein darf und wie viel Fehlfläche zulässig ist, und zur Bewertung gehört immer die gemessene Abdeckung, auf der sie beruht.

    Kann ich für zu dünn und zu dick unterschiedliche Toleranzen einstellen?

    Ja. Minus- und Plustoleranz sind getrennt einstellbar. Eine Vorgabe, die bei zu dünnen Schichten strenger ist als bei zu dicken, lässt sich also genau so prüfen, wie sie geschrieben steht.

    Wann sollten die Toleranzen vereinbart werden?

    Bevor jemand das Ergebnis sieht. Stimmen Sie Sollwert, Toleranzen und Grenzwert für Fehlflächen vorab mit dem Auftraggeber oder der Bauüberwachung ab, damit über die Bewertung hinterher nicht gestritten wird.

    Was passiert, wo die Vermessung Lücken hat?

    Nicht gemessene Bereiche gelten nicht als bestanden, innere Lücken lassen sich aber je nach Einstellung interpolieren. Die Abdeckung wird mit der Bewertung ausgewiesen, Sie sehen also, worauf das Ergebnis beruht.

    Sehen Sie es an einem eigenen Datensatz

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